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Zecken beim Hund – Jetzt informieren

Zeckenzeit für Hunde ist meist zwischen März und September.

Zecken beim Hund
Immer wenn es wärmer wird, wirst Du feststellen, dass Dein Hund nach einem Spaziergang Zecken im Fell beziehungsweise am Hundekörper hat. Du kannst zwar vorbeugen und auf dem Körper des Hundes Zeckenmittel auftragen, aber einen hundertprozentigen Schutz bieten diese nicht.

Zecken hausen meist im Unterholz, Wiesen und Waldgebieten. Deshalb solltest Du Deinen Hund nach jedem dieser Spaziergänge auf Zecken absuchen. Bei Hunden mit kürzerem Fell sind Zecken oftmals nach kurzer Zeit sichtbar. Hunde mit längerem zotteligen Fell musst Du abtasten. Die Blutsauger sind als kleine warzenähnliche Knubbel fühlbar. Hat sich eine Zecke schon mit dem Blut des Hundes vollgesaugt, werden sie größer und sind bei Hunden mit hellem kurzen Fell sichtbar. Eine Zecke, die unerkannt bleibt, kann nach dem Vollsaugen abfallen und für Dich als Hundebesitzer gefährlich werden.

Bei Hunden sind Zecken nicht ganz so gefährlich, wie bei Dir als Lieblingsmensch. Schon eine einzige Zecke kann beim Menschen Erkrankungen wie Hirnhautentzündung auslösen. Es kommt jedoch immer darauf an, in welchem Gebiet Deutschlands Du Dich aufhältst. Zeckenarten in Bayern sind gefährlicher als die Arten, die zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen ansässig sind.

Zecken beim Hund

Wo bekommst Du Zeckenmittel und wie wendest Du es an?

Zeckenmittel für Deinen Hund bekommst Du beim Tierarzt, in den ortsansässigen Apotheken oder im Internet. Länger wirkende Mittel nennt man Spot-ons. Sie können bis zu 4 Wochen wirken. Die Tuben mit dem Zeckenbekämpfungsmittel sind vorwiegend mit Drehverschluss versehen. Das Mittel wird direkt aus der Tube auf die Hundehaut gegeben. Um das Zeckenmittel aufzubringen, musst Du mit Daumen und Zeigefinger das Fell Deines Hundes auseinanderhalten, sodass eine Linie der Hundehaut sichtbar ist. Du musst in den meisten Fällen den Nackenbereich zum Auftragen des Mittels nehmen, er ist fast der einzige Bereich, an den Dein Hund mit seiner Zunge nicht rankommt.

Achte nach dem Auftragen des Zeckenmittels sorgfältig darauf, dass diese Stelle die nächsten drei bis vier Stunden nicht angefasst wird. Gerade kleine Kinder stecken gerne ihre Finger in den Mund. Würden sie das Zeckenmittel so aufnehmen, kann es bei ihnen Krankheiten auslösen. Je nach Mittel ist noch mehr zu beachten. Zum Beispiel darf Dein Hund einige Tage nicht in Seen oder Flüssen baden, weil die Mittel für Fische giftig sind. Lies Dir auf jeden Fall den Beipackzettel genau durch.

Neben diesen sogenannten Spot-ons bekommst Du in der Apotheke und im Fachhandel auch Zeckenhalsbänder und Kautabletten. Zeckenhalsbänder verwenden in der Regel die gleichen chemischen Wirkstoffe wie die Spot-ons. Eine echte Alternative zur Chemie sind sie also nicht. Kautabletten wirken erst gegen Zecken, wenn diese sich bereits festgebissen haben und Blut saugen. Der Wirkstoff im Blut tötet die Zecke, und diese fällt ab. Das vermindert zwar das Risiko einer durch Zecken übertragenen Erkrankung, ist aber auch kein hundertprozentiger Schutz.

Welche alternativen Anti-Zeckenmittel gibt es ausserdem noch?

Die Bandbreite an alternativen Hausmitteln ist riesig. Von etherischen Ölen, über Kokosöl oder Knoblauch, bis hin zur Bierhefe ist hier vieles möglich.

Als Hausmittel kannst Du Knoblauch und Bierhefe verwenden. Knoblauch in großen Mengen kann für Deinen Hund allerdings gefährlich sein. Hier solltest Du entsprechend auf vorsichtig dosierte Nahrungsergänzungsmittel zurück greifen. Auch Bierhefe kann in Form von Nahrungsergänzung verabreicht werden. Es enthält das von Zecken „verabschäute“ Vitamin B und vermindert so das Risiko eines Zeckenbisses.

Meine Empfehlung ist Kokosöl. Ein echtes Superfood für Hunde. Es wird ins Fell eingerieben und bietet so nicht nur Schutz vor Zecken, sondern auch vor Flöhen und Milben.

Mehr zum Thema Kokosöl: Ein Superfood für Hunde, findest Du in diesem Artikel.

Zecken beim Hund
©DoraZett – stock.adobe.com

Was tun, wenn Dein Hund dennoch eine Zecke hat?

Du wirst feststellen, dass Dein Hund mit einem Zeckenbekämpfungsmittel weniger Zecken hat. Sie können aber dennoch vorkommen. Haben Zecken noch kein Blut gesaugt, sind sie noch klein und platt. Sie sind farblich hellbraun oder grauschwarz und werden meist erst entdeckt, wenn sie an Körpervolumen zugenommen haben. Zecken können in beiden Stadien entfernt bzw. gezogen werden.

Um eine Zecke aus der Hundehaut zu ziehen, eignet sich am besten eine Zeckenzange, die für ein bis zwei Euro in jeder Apotheke erhältlich ist. Zecken sollen aus der Hundehaut gezogen und nicht gedreht werden. So verhinderst Du, dass Teile der Zecke wie Beißwerkzeuge oder der Kopf in der Hundehaut zurückbleiben. Wird nur der Zeckenkörper abgerissen oder versuchst Du, die Zecke herauszudrehen, sondert sie ein Sekret ab, welches entzündliche Symptome beim Hund hervorrufen kann. Zecken sollten immer komplett aus der Hundehaut entfernt werden. Bleiben beim Ziehen dennoch Körperteile der Zecke in der Haut des Hundes zurück, können diese mit einer Pinzette herausgezogen werden.

Ist die Zecke entfernt, wirst Du noch fünf bis sieben Tage eine rötliche geschwollene Stelle bei Deinem Hund sehen, in der Regel verschwindet die von alleine. Die Stelle des Zeckenbisses musst Du nach dem Entfernen der Zecke bis zum Abklingen immer im Auge behalten, denn entzündet sich diese Stelle, ist anzuraten, den Tierarzt aufzusuchen.

Zecken beim Hund
©DoraZett – stock.adobe.com