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Welche Hunderasse passt am besten zu mir?

Welche Hunderasse für Dich geeignet ist, kann von vielen Aspekten abhängen.

Pfiffig sehen sie ja schon aus, die witzigen Promenadenmischungen, die einem da manchmal über den Weg laufen, vielleicht auf viel zu kurzen Beinen oder mit einem vorwitzigen Knickohr … Aber sehr viele Menschen haben nun mal eine Vorliebe für »ihre« ganz bestimmte Hunderasse. Dabei gibt es aber viel mehr abzuwägen als nur das Aussehen.

Welche Hunderasse passt am besten zu mir?

Welche Hunderasse für Dich geeignet ist, kann von folgenden Aspekten abhängen:

  1. den Lebensbedingungen
  2. den Wohnverhältnissen
  3. dem „Verwendungszweck“
  4. deinem eigenen Temperament

Entsprechende Anforderungen gibt es an den Charakter, die Größe und die Haltungsbedarfe eines Tieres. Auch wenn Dir das vielleicht einen Strich durch Deinen Wunschzettel macht: Je besser die Hunderasse auf Deine persönlichen Möglichkeiten und Bedürfnisse abgestimmt ist, desto glücklicher kann sich Eure Beziehung entwickeln. Natürlich soll Dir das Tier darüber hinaus auch noch gefallen, aber die Auswahl an Hunderassen ist so riesig, dass Du garantiert den optimalen Begleiter für Dich finden wirst.

Zurzeit gibt es etwa 800 Hunderassen auf der Welt, die ich hier nicht alle nennen kann. Im Internet findest Du umfangreiche Listen, die sehr viele Rassen aufführen. Ich verrate Dir hier aber, worauf Du bei der Auswahl achten musst. Dabei spielen einige Kriterien unerwartet ineinander und andere haben nur auf den ersten Blick miteinander zu tun.

Von kleinen und großen Hunderassen

Die Größe einer Hunderasse ist natürlich ein entscheidendes Auswahlkriterium, man darf es jedoch nicht überschätzen. Natürlich passt ein riesiger Hund schlecht ins Einzimmerapartment, aber nicht jeder kleine Hund ist für die Wohnung geeignet. Foxterrier etwa sind sehr lebhaft und tun sich dadurch schwer auf engem Raum oder mit einem Menschen, der den ganzen Tag nur am Schreibtisch sitzt.

Hunderassen und ihr Temperament

Weiterhin zu bedenken: Kleine Rassen werden oft sehr viel älter als ihre größeren Artgenossen. Auch das kann ein Kriterium sein. Kannst Du wirklich zwölf bis fünfzehn Jahre vorausplanen? Andererseits: Die Pubertät und damit die schwierige Erziehungsphase dauert bei großen Rassen sehr viel länger, der Alterungsprozess setzt früher ein … Die unbeschwerten Jahre stehen also bei großen Hunden in einer ganz anderen Relation als bei den kleinen.

Womit ich schon das Thema Erziehung angesprochen habe: Kleine Hunde sind auch für wenig autoritäre Menschen besser handelbar und müssen nicht so gut erzogen werden. Auf ängstliche Menschen wirken sie weniger furchteinflößend.

Hier einige beispielhafte, bekannte Hundrassen nach ihrer Größe geordnet:

ZwergYorkshire Terrier, Dackel, Bologneser
kleinBeagle, Cocker Spaniel
mittel – kleinWhippet
mittelLabrador Retriever, Golden Retriever, English Setter
mittel – großBerner Sennenhund, Hovawart, Rottweiler
großRhodesian Ridgeback, Afghanischer Windhund, Bernhardiner
sehr großirischer Wolfhound, Deutsche Dogge

Hunderassen und ihr Temperament

Am Beispiel Foxterrier wurde schon klar, dass das Temperament eine große Rolle bei der Auswahl einer Hunderasse spielt. Und vom Temperament hängt zum Beispiel ab, wie gut ein Hund für die Wohnung – vor allem eine Stadtwohnung – geeignet ist. Trotz ihrer Größe sind etwa Windhunde wie der Afghane oder der Barsoi geeignet für die Wohnungshaltung, da sie die Nähe zu ihrem Menschen lieben und in Ruhe schön sein wollen. Man muss ihnen nur regelmäßig genug Auslauf bieten.

Der kleinere Appenzeller Sennenhund ist dagegen völlig ungeeignet für die Stadtwohnung, da er Haus und Hof verteidigen möchte, sich gerne im Freien beschäftigt und wichtig macht – entsprechender Lärmpegel inklusive. Das gilt auch für den Border Collie, der ständig beschäftigt sein will und stundenlang bellen kann. Und wenn er einen Garten zur Verfügung hat, sollte der Zaun auf jeden Fall hoch genug sein.

Von Haus aus aggressive Hunde gibt es eigentlich nicht. Menschenfeindlichkeit entsteht häufig erst durch schlechte Erfahrungen – oder entsprechende Erziehung. So ist beispielsweise der Mastiff, auch Englische Dogge genannt, ein ausgesprochen ruhiger, sanfter und treuer Geselle. Wer ihn jedoch zum Wachhund erziehen will, muss das mit viel Feingefühl tun, weil das Tier sonst gefährlich werden kann.

Welche Hunderasse für welche Aufgabe?

Was hast Du mit Deinem Hund vor? Willst Du einen Jagdhund, Hütehund, Wachhund oder Schoßhund? Ein Jagdhund etwa passt nicht in die Stadtwohnung, er braucht viel Auslauf und Aufenthalt in der freien Natur. Ein Schutzhund will bei dem Menschen sein, den er beschützen soll, und ein Wachhund braucht Besitz zum Bewachen. Wer wiederum Besitz hat, aber dort viel Besuch empfängt, hat mit einem Wachhund ein Problem, da er Fremden nicht sehr zugetan ist.

Die vielfältigsten Aufgaben dürfte wohl der Schäferhund erledigen, vom Wach- und Hütehund über Blindenhund, Rettungshund bis Polizeihund ist er aufgrund seiner Intelligenz für viele anspruchsvolle Jobs geeignet. Aber: Er muss adäquat abgerichtet werden und gehört in erfahrene Hände. Gleiches gilt für den Dobermann, dessen Eigensinn – wie Kenner sagen – nur ein Mittel sei, seine Intelligenz unter Beweis zu stellen. Der ihm vorauseilende Ruf der Aggressivität sei demnach nur das Ergebnis bewusster Fehlzüchtung bei einigen Exemplaren.

Welche Hunderasse für welche Aufgabe?

Perfekt geeignet als Jagd- und Begleithund ist beispielsweise der Foxterrier ebenso wie sein noch kleinerer Kollege, der Dackel. Der klassische Schlitten- und Begleithund ist der Husky, ein idealer Jagdhund der Setter, egal ob Gordon oder Irish Setter. Vielfach begabt als Jagd-, Begleit- und Blindenhund ist der Golden Retriever, mit seinem ruhigen, sensiblen und loyalen Charakter ist er auch sehr geduldig gegenüber Kindern und somit gut als Familienhund geeignet. Das trifft übrigens auch für den Whippet zu, der mit seiner windschlüpfrigen Statur so gar nicht kuschelig aussieht. Dabei liebt er – entsprechenden Auslauf vorausgesetzt – den möglichst engen Kontakt mit seinen menschlichen Gefährten.

Hunderassen – eine haarige Angelegenheit?

Wie sieht es mit Deiner Toleranz gegenüber Hundehaaren aus? Nicht immer ist das nur eine Frage von Allergien. Schließlich gibt es Menschen, die ein extrem hohes Hygienebedürfnis haben, die aber ständiges Putzen ablehnen. Und andere, die kein Problem damit haben, täglich den Staubsauger durch die Wohnung zu schieben … oder die Hundehaarknäuel einfach in der Ecke liegen zu lassen. Und dann ist noch die Frage, ob Du Zeit und Lust hast, Deinem Vierbeiner ständig mit Kamm und Bürste auf den Pelz zu rücken.

Hunderassen – eine haarige Angelegenheit?

All das ist entscheidend darüber, ob Deine Wahl auf einen Hund mit langem oder kurzem Haar fällt. Selbstredend braucht ein Afghane hingebungsvolle Fellpflege mit 10 von 10 Punkten, ebenso wie der Bichon Frisé, damit er stets wie eine Puderquaste daherkommt. Vom wuscheligen Bobtail ganz zu schweigen. Nur halb so aufwändig sind der Cavalier King Charles Spaniel, der Setter, der Retriever und der Foxterrier.

Und wer nun wirklich gar nicht zum Kamm greifen möchte, ist mit Rhodesian Ridgeback, Rottweiler, Whippet oder Zwergpinscher gut beraten. Hier kann man tatsächlich nach dem ersten Anschein gehen: Was kurzes Haar hat, braucht kurze Fellpflege. Der Berger des Pyrénées reiht sich erstaunlicherweise ein unter den extrem Pflegeleichten, obwohl er längere, aber sehr drahtige Haare hat.

Die Hunderassen und ihre Krankheiten

Tatsächlich sind einige Hunderassen besonders prädestiniert für bestimmte Krankheiten und es gibt nur wenige, die eine positive Ausnahme bilden. So gibt es etwa beim Whippet bislang noch keine rassetypischen Erkrankungen, ebenso wenig beim Welsh Terrier und beim Tibetspaniel. Beim Zwergpinscher und beim King Charles Spaniel ist bislang nur die Patellaluxation häufig, beim Pudelpointer werden gelegentlich Hüftgelenksdysplasien beobachtet.

Dagegen treten beim Pudel sehr viele Erkrankungen auf: Hüftgelenksdysplasie, Retinaatrophie, Epilepsie, Hautprobleme, Magenumdrehung, Neigung zum Grauen Star werden beobachtet. Beim Setter treten häufiger Hüftgelenksdysplasien, Epilepsie und Magendrehungen auf, beim Foxterrier Allergien und Ekzeme. Cocker Spaniel leiden fast immer unter Ohrenentzündungen. Grundsätzlich sind das jedoch nur statistische Beobachtungen – durch gesunde Lebenshaltung und Ernährung Deines Hundes kannst Du einiges zu seiner Gesundheit beitragen.

Egal, wie Du Dich entscheidest, Dir und Deinem neuen Begleiter eine tolle gemeinsame Zeit.


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